Jeder kennt dieses Gefühl wenn man frisch verliebt ist. Man kann nur noch an diesen einen Menschen denken, der das Leben auf einmal auf den Kopf stellt. Der Körper befindet sich in einem Ausnahme Zustand. Ein Hormon Cocktail schiesst einem durch die Adern. Oxitozin, das Bindungshormon welches auch bei der Geburt und das stillen eines Babys ausgeschüttet wird breitet sich in uns aus. Es macht uns sanftmütig und bringt uns dazu Nähe zu zulassen. Dopamin ist dafür zuständig das wir Glückshormone ausschütten, Serotonin fördert das Wohlbefinden und wirkt beruhigend.

Endorphine steuern das Sexualhormon und steigern das Lustempfinden. Testosteron, ist ebenso ein Sexualhormon und versetzt den Körper in Kampfbereitschaft. Unser Herz schlägt schneller, unsere Pupillen sind erweitert und die Hände fangen an zu schwitzen. Sind wir also verliebt, ist es bei dem Hormon Cocktail kein Wunder, dass wir völlig neben der Spur sind. Wie ein Drogen Junkie wollen wir immer mehr von unserem gegenüber in den wir gerade verliebt sind.

- die Verbesserung deiner momentanen Liebesbeziehung auf das nächste Level
- ihr schenkt euch mehr Vertrauen, sowie Akzeptanz und Respekt
- du und dein Beziehungspartner investieren mehr Zeit in die Beziehung
- Auflösung jeglicher Störquellen in der Beziehung
- Beziehungsprobleme werden schnell gelöst
- intimere und tiefgreifendere Erfahrungen; besserer Sex
- Verbesserung der Kommunikation
- mehr Ausgeglichenheit
- mehr Spaß und Freude zusammen
Jeder zeigt sich von seiner besten Seite. Was dazu führt das wir uns noch mehr verlieben. Zum einen verlieben wir uns in das beste Bild von unserem Gegenüber, welches er oder sie gerade nach außen präsentiert und zum anderen verlieben wir uns in uns selbst und in unsere beste Version von uns selbst die wir gerade zur Show stellen .
Nun stellt sich die Frage, warum diese aufregende Verliebtheitsphase irgendwann aufhört. Und was geschieht eigentlich danach?

Es ist natürlich klar das wir alle Licht und Schatten in uns tragen. Und das diese Fassade und Illusion, die wir da aufgebaut haben, nicht lange stand halten kann und die ersten Schatten des Menschen nach einer Weile des kennenlernen sichtbar werden.
Viele verliebte Paare beginnen dann sich auch wieder von einander zu entfernen. Wobei sie lediglich sich selbst und ihren eigenen Schattenthemen gegenüber stehen . Denn egal mit welchem Menschen wir in Beziehung gehen, spiegeln diese immer nur uns selbst. Unser Licht genauso wie unsere Schattenthemen. Unser Licht welches sich spiegelt, schauen wir natürlich besonders gerne an, welches in der Anfangsphase extrem stark ist. Doch sehen wir plötzlich die Schatten des Partners und somit auch unsere eigenen, laufen wir davon. Ungeachtet dessen, das wir niemals vor unseren Schatten Themen davon laufen können. Krampfhaft halten wir an dem Ideal fest, das es doch bitte für immer so sein soll wie am Anfang, als man noch völlig verrückt nach einander war. Wir können unsere Schatten Themen verdrängen, bis zu dem Zeitpunkt , wo uns ein anderer Mensch genau die selben Themen wieder spiegelt und wir wieder einmal versuchen die Schuld des Scheiterns am Gegenüber abzustreifen.

Wir geben in erster Linie nicht weil wir aus tiefstem Herzen geben wollen, sondern weil wir in Wahrheit etwas haben wollen. Ich sage dir das ich dich liebe, damit du mir das selbe sagst. Tut dein Gegenüber das nicht, sind wir enttäuscht und frustriert. Wir lieben nicht aufrichtig, wir erwarten. Wir sind nicht bedingungslos in der Liebe, sondern knüpfen unsere Zuneigung an Erwartungen, Bedingungen und Kontrolle. Wir verlieren uns im Gegenüber. Wir erwarten das der Partner uns füllt mit Liebe. Wir bekommen plötzlich all die Liebe und Aufmerksamkeit die wir uns selbst nicht geben konnten. Um dann festzustellen das auch mein Gegenüber mit leeren Händen und leerem Herzen da steht. Hört dein Gegenüber plötzlich auf zu geben, weil er selbst im tiefen Kern nichts zu geben hat, fallen wir in ein tiefes Loch und zurück bleibt eine noch viel größere Leere, die immer schon da war, nur jetzt umso sichtbarer wurde. Doch das ständige auffüllen eines Loches ohne Boden ist nicht die Aufgabe unseres Partners. Meistens begegnen sich zwei Menschen mit zu wenig Selbstliebe. Es ist ein kollektives, gesellschaftliches Problem, welches uns allen inne wohnt, durch zu wenig Liebe unserer Eltern die ebenfalls nicht in der Selbstliebe waren. Wir leben in der ständigen Erwartung das der Partner unser Liebesloch füllen muss, damit wir uns vollständig und lebendig fühlen. Doch die Wahrheit ist, das nur wir selbst dieses Loch von innen heraus füllen können. Ja wir können miteinander sein und das kann schön sein und macht uns glücklich. Im Idealfall begegnen sich zwei Menschen die bereits in der Selbstliebe sind und ihre Liebe teilen und zelebrieren. Zwei Menschen die sich selbst genug sind und frei von Erwartungen und Kontrolle, sich bedingungslos lieben. Somit sind wir nicht Abhängig von der Anerkennung und Aufmerksamkeit des anderen. Wir erwarten nicht, wir drücken nicht, wir manipulieren nicht. Wir lieben einfach. Frei und ehrlich.

Bedeutet das nun das wir nicht ehrlich mit einander in Beziehung sein können wenn wir wenig bis keine Selbstliebe haben? Ich denke es kommt auf das Bewusstsein an welches wir dafür entwickeln. Denn ehrlich gesagt kenne ich kaum Menschen die wirklich in der Lage sind bedingungslos zu lieben. Ich schließe mich da nicht aus. Ich denke es ist ein großer Lernprozess für uns alle. Und das Heil werden an dieser Stelle ist eine große Lebensaufgabe für die gesamte Menschheit. Wenn wir es aber zumindest schaffen zu reflektieren, zu beobachten, innerlich still zu werden und wenigstens bewusst werden darin das wir gerade nicht aufrichtig lieben, sondern fordern und erwarten. Wenn wir ehrlich zu uns werden und unserem Partner Gegenüber und uns eingestehen das wir an dieser Stelle noch nicht ganz sind. Das wir uns wünschen ganz zu werden und das wir uns bemühen werden um bald dort hinzugelangen, ist das schon einmal ein großer Schritt. Und ja ich glaube auch daran, das dies gemeinsam in der Beziehung möglich ist, seine Schatten zu erkennen und jeder für sich und gemeinsam diese zu lösen und zu befreien. Bis wir eines Tages wirklich in der Bedingungslosen Liebe angekommen sind. Wenn wir es schaffen nicht nur die Lichtvollen Anteile in unserem Gegenüber zu lieben und anzunehmen, sondern auch die Schattenseiten, können wir von wirklicher Liebe und einem Raum der Heilung sprechen.
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